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Schulzentrum Fagen, Bozen, 2001/2002 Wettbewerbsprojekt (anonymer, einstufiger Realisierungswettbewerb) Anerkennungspreis Basisparameter. Im Umfeld von Gries liegt am Fu�e des Hanges ein �ffentliches Zentrum mit Sozial-, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen . Die Umgebung, grunds�tzlich gepr�gt von wenig strukturierten feudalen Objekten der Gr�nderzeit, unterbrochen von einigen Geschosswohnbauten der letzten Jahrzehnte, verlangt nach angemessenen Korrekturen. Das Bildungs- und Sozialzentrum Fagen schafft f�r diesen st�dtischen Bereich die einmalige Situation zur Entwicklung einer Durchl�ssigkeit von der Fagenstra�e bis zum Hangfu� wo sich ca. 250 Meter h�her gelegen, die Guntschnapromenade befindet. Die �ffnung und Aufwertung der Zwischenbereiche , die Verbindung von Landschaft und umbautem Raum, die Transparenz des Ortes mit der M�glichkeit zur Nutzung durch verschiedene Benutzergruppen. Sichtachsen in Nors�drichtung sowohl im Inneren wie auf der entstehenden Freifl�che pr�gen den Entwurf. Fokusiert wird die Erweiterung der Geometerschule durch die gleichzeitige �ffnung des Bestandes nach Westen und S�den und die Verlegung der Tiefgarageneinfahrt an die Ostseite des Planungsgebietes. Im Norden, �ber dem Erschlie�ungssystem der Tiefgarage gelegen, situiert sich eine transparente Scheibe die vorwiegend Klassenr�ume der Geometerschule beherbergt. Dem homogenen Bild des Realgymnasiums entsprechend situiert sich eine Scheibe parallel als dritte Achse im Norden des Bestandes. Der Arbeit liegt zu Grunde, dass die Schaffung zus�tzlicher Freifl�chen f�r eine erlebbare Kunst-Kulturlandschaft als �ffentlicher Raum h�chste Priori�t hat und somit die Fl�chenausdehnung durch Bebauung so gering wie m�glich gehalten wird, gleichzeitig aber die H�henentwicklung dem vorgegebenen Rahmen entspricht. Durchsicht, Horizont und Transparenz bilden die Grundstruktur f�r die Zusammenfassung und Gliederung der Geb�udekomplexe n�rdlich der Fagenstra�e, deren Niveauunterschied zwischen dieser und dem Hangfu� mehr als f�nfzehn Meter betr�gt und somit die topografische Situation zur landschaftlichen Integration der Sporthalle schafft. Entlang der entstehenden Achse entsteht ein fu�l�ufiges Erschlie�ungssystem mit einer Rampe und einem begehbaren B�gel f�r den Gesamtbereich des Realgymnasiums, der Oberschule f�r Geometer, dem Schwesternsch�lerinnenheim und dem Rehabilitationszentrum Bozen. Im Rahmen der Adaptierung des Altbestandes der Geometerschule und der Verlegung der Sporthalle in die Landschaft , wird der Zentralbereich und Eingang an den befestigten Freiraum mit einer zur�ckversetzten Glasstruktur angebunden. Im von oben belichteten Untergeschoss entlang der Westfasade befinden sich Sonderklassen, die �ber ein zentrales offenes, in Nord-S�drichtung verlaufendes Foyer und Treppensystem inkl. Aufzug erschlossen werden. Die Konzeption der Fassade erfolgt in vertikalen Ebenen, die sich in einem Sonnenschutzsystem, das der Glas- und Massivebene vorgelagert ist. Flexible und begehbare fix montierte Elemente in Form von beweglichen Lamellen und feinmaschigem Metallgewebe, tragen wesentlich zum �u�eren Erscheinungsbild bei und bilden einen konstruktiven Sonnenschutz. Es entsteht eine semitransparente Fassade , die Geb�udeteile unterschiedlichster Entstehungszeit zusammenfasst. Entlang der S�dfassade zur Fagenstra�e wird dem Labortrakt die bestehende Ausla Magna entfernt, um das Gesamterscheinungsbild zu ordnen. An der markanten Ecke der Eingangssituation ist die sich nach au�en abzeichnende Bibliothek untergebracht. Im Nordwesten der Geometerschule situiert sich die schlanke dreigeschossige Kubatur der ben�tigten Klassen und Zeichens�le. Als Verbindungselement fungiert der transparente Erschlie�ungstrakt. Die Sporthalle als integraqtiver Bestandteil des Ambientes . Fast unmerklich wird die Freifl�che zwischen Realgymnasium und Geometerschule im Norden durch das Belichtungsband der Sporthalle begrenzt, welches einen Gel�ndesprung darstellt, der mittels der Rampe auf der Freifl�che �berwunden werden kann. Die Anbindung der Freifl�che zur Fagenstra�e versinnbildlicht die Grundidee des Projektes. Landschaft bzw. Gartenfragmente, vom Kirschbaum bis zur Flechte, ziehen sich als lineares Band parallel zur Blickachse. In die Freifl�che integriertes massives Mobiliar und der bepflanzte B�gel als Unterstand laden zum Verweilen ein. Sitzgelegenheiten auf der Westseite bei der Sportfreifl�che fangen den neu geschaffenen Platz r�umlich.
Wettbewerb: 2001/2002, anonymer, einstufiger Realisierungswettbewerb, Anerkennungspreis Auslober: Autonome Provinz Bozen, S�dtirol, Abteilung 11, Amt f�r Hochbau und technischen Dienst Projektleitung: Michael Rieper Mitarbeiter: Michael Klammer, Patrick Klammer, Christine Schmauszer, Michael Stoisser Visualisierung: Jakob Winkler Umfang: Umbau und Erweiterung des Realgymnasiums sowie der Oberschule f�r Geometer
Publikation
Brosch�re zum Wettbewerb "Schulzentrum Fagen" www.bz.archiworld.it
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